Delphi

TeApiti
Peter Heer / Gisela Roll
Tue 18 Jun 2013 11:09

Blog 17.06.2013 Delphi/Delfi

Sonntag 16.06. Nach dem Sonntagsfrühstück brechen wir auf. Es ist kein Wind, entsprechend der Ansage, bzw. wenig Wind von vorn. Wir müssen motoren. Es ist ein bisschen langweilig. Die Hügelketten rechts und links sind braun und das Wetter ist so diesig, man erkennt kaum, ob es am Ufer ein Dörfchen hat oder nicht. Kein Schiff weit und breit. Der Fahrtwind kühlt etwas. Nach 33nm erreichen wir die Einfahrt zum Korinth-Kanal. Dort müssen wir anlegen und die Gebühren bezahlen. 

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In unserm Buch steht, es weht eine blaue Flagge, dann kann man durch. Es weht eine rote und eine blaue. Verschiedene Nationalflaggen sind gar nicht erst vorgeheisst, stattdessen um die Masten gebunden. Was heisst das nun? Aber wir müssen ja sowieso an die Pier zum Bezahlen. Peter kommt nach kurzer Zeit zurück. Der angegebene Preis von 200 € ist auch überholt: 335,18 ist die Zahl für die einmalige Durchfahrt für uns. Das Tor der Einfahrt wird abgesenkt. Der Kanal wird einspurig befahren. Wir sollen einem Motorboot folgen. Leider eiert er besoffen hin und her und gibt mal Gas, mal bremst er. Zur Freude von Peter. Der Kanal ist an manchen Stellen bis zu 80 m hoch mit diversen Brücken. Ist schon imponierend. Die Fahrt dauert ganze 30 Minuten, dann sind wir im Ionischen Meer.

Wir beschliessen das nächste Ziel auszulassen und gleich weiter zu dieseln: Itea. Um 19.30 sind wir da. Wir legen nach 75 nm längsseits an. Kein Strom, kein Wasser. Sieht alles etwas verwahrlost aus, ist auch keine Touri-Gegend und kein sailors paradise. Es gibt hier kaum nette Häfen und dafür ( weitgehend stillgelegte) Industrie am Ufer.

Peter sucht den Hafenkapitän und es dauert ewig bis er zurück kommt. Die Geschichte der bürokratischen Prozedur wäre abendfüllend und sprengt diesen Rahmen.

Wir essen an Bord und haben unseren Spass an Joggern. Wie eine Manie ziehen sie auf den potoons ihre Runden: zack zack kehrt und nochmals rum! Ist ja auch gesund!

Vermutlich hat der Arzt des Ortes ihnen das verordnet. Wäre noch interessant den Doktor kennenzulernen.

Montag Wir fahren mit einem Bus nach Delfi. Das Orakel von Delphi war seinerzeit (400 AD und jünger, also über 2000 Jahre alt ) weltberühmt. Der König Krösus befragte die Pythia, ob er in den Krieg ziehen sollte. „Du wirst ein grosses Reich zerstören…“ war die Antwort. Er dachte an Sieg, zerstört wurde sein Reich.

Die Fahrt zu dem hoch gelegenen Bergdorf dauert eine halbe Stunde. Die fruchtbare Flussebene ist weitläufig mit Olivenbäumen bepflanzt. Eine grandiose Landschaft und noch imponierender die gesamte Anlage. Hauptort war der Apollon-Tempel, in ihm stand die Amphore als „Mittelpunkt der Welt“ . Wir klettern bei ziemlicher Hitze in den Ruinen herum. Ein Stadion am höchsten Plateau ist noch recht gut erhalten. 

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Im Museum stehen viele vor Ort gefundene Statuen und andere Ausgrabungsstücke. Toll!

 

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Unsern lunch essen wir dann in dem Dorf Delfoi. Traurig traurig. Viele Hotels und Restaurants, aber nix los. Wenn`s hoch kommt, ist mal ein Tisch in den Gaststätten besetzt.

Die Gäste bleiben weg. Delfi liegt sicherlich auch nicht ganz in der Richtung der Touristenströme bzw. sie kommen mit Bus, bleiben 2 Stunden und werden wieder weitertransportiert. Die Geschäfte kämpfen offensichtlich ums Überleben und sind froh, wenn überhaupt irgendjemand etwas kauft. Rabatt von 50%.

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Der Bus bringt uns zurück nach Itea. ( Die zweite Reihe der Häuser ist auch recht trostlos. Viele viele Läden sind geschlossen bzw. aufgegeben. ) In Itea finden die giechischen Opti-Meisterschaften für Jugendliche unter 11 Jahren statt. 200 Optis schippern draussen herum – bei wenig bis kaum Wind- und werden hereingeschleppt. Sieht niedlich aus. Es ist ziemlich heiss. Aircondition an!!!

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