02.08.2012 etwas schwieriger Start von Darwin
(3.8.01:20, 11:03.70S 126:14.00E )
Am
Dienstag gegen 9 Uhr kommt der mechanic, er meint, er sei
gegen 14 Uhr fertig.( ist dann doch etwas teurer als angenommen) Wir machen
letzte Besorgungen, z.B. Friseur, jedenfalls bei mir mit schweizer Preisen!
Unser Wein, auf den wir seit Ewigkeiten warten, kommt dann auch noch, allerdings
one box (à 12) is missing. Die ganze Lieferung ist seit Wochen überfällig und
wird doch tatsächlich in drei Teilen angeliefert, wohl von verschiedenen
Weingütern. Refund ist nicht unbedingt in unserm Sinn, in Indonesien gibt es
keinen Alkohol. Den letzten noch ausstehenden Karton darf Rodney, unser
Lockmaster behalten, denn das Porto wäre höher als der Wert. Der freut sich
natürlich.
Um 15 Uhr kommt der Zoll, zwei sehr junge Damen. Eine
schaut Papiere und stempelt, die andere macht die Rechnung für den refund der
Mehrwertsteuer. Aber wie überall: Ausgezahlt wird nicht so gern. Die Kunst
müsste an Bord sein (ist verschickt in die Schweiz), über einen Monat alte
Rechnungen aus Mackay werden auch nicht anerkannt, Arbeitsstunden auch nicht
usw…
Um 16.20 können wir los, Richtung Schleuse. In dem engen
Hafen schreit Peter, sein Rückwärtsgang geht nicht!!! Also nochmals mit
Bowthruster an unsern ersten Platz nahe des locks. Der Mechaniker wird zurück
telefoniert, er muss irgendwelche Einstellungen korrigieren. Um 17.30 sind wir
aus der Schleuse und düsen los. Kupang ist das Ziel. Neue Aufregung, die
Wassertemperatur des Motors ist im roten Bereich und der Zeiger zittert wie
verrückt. Was ist denn das schon wieder?! Wir ankern vor Cullen Bay. Telefonat
mit dem Boss des Mechanikers, letzterer meldet sich nicht mehr. Telefon mit
Philipp.
Peter findet einen halb auseinander gerissenen Draht,
flickt diesen, wechselt den Thermostat – wir haben Ersatz und alles scheint
prima, er meint aber, der Draht sei der casus belli und baut den alten
Thermostat wieder ein. Wir gehen ins Bett nach Spagetti/
Pesto.
Mittwochmorgen 4 Uhr
, es ist noch stockdunkel. Zunächst mit Motor. Nach
Sonnenaufgang und Frühstück haben wir 20 kn von hinten und segeln bzw. kreuzen
vor dem Wind.
Unsere erste Nacht mit Kaspar ist wunderschön, ein fast
voller Mond erleuchtet das Meer.
Nachts bleibt dann leider der Wind weg bzw. dreht
Kapriolen. Aber alle sind wohlauf. Wir haben vorsorglich Pahia boms aus NZ gegen
Seekrankheit geschluckt.
Donnerstag. Der Motor wird wieder heiss, also
muss doch der neue Thermostat eingebaut werden. Peter flucht leise vor sich hin,
er sei doch kein Mechaniker. Macht das aber prima!
Auf See holen wir die australische Flagge herunter und
setzen die indonesische ( und die gelbe Quarantäne ) und eine kleine neue
schweizer, denn angeblich legen die Indonesier Wert darauf, dass ihre
Gastlandsflagge genauso gross sein soll wie die eigene Nationale. Die Männer
schauen sich das Taschentuch bis nachmittags kritisch an, können das aber nicht
mit ihrem Gewissen vereinbaren, es wird eine normale grosse Nationale
aufgezogen.
Gegen Mittag setzen wir zum erstenmal den Spi. Aber der
Wind wird immer schwächer, dass selbst dieses leichte Tuch nicht steht. Ab 16.30
Uhr motoren wir. Wir hatten wieder Besuch von der Coastguard, sie hat uns
überflogen und ein Schiff „Research“
ruft uns an, wir sollen 5 Meilen Abstand halten.
ETA ist für Samstag vorgesehen. Freitag ist
(mohammedanischer) Sonntag, ausserdem ist noch Ramadan. Na wir sind jedenfalls
gespannt!