Position: 11:57.51S
143:12.28E Donnerstag 28.6. Portland Road (so heisst das
hier, die bay) hinter Cape Weymouth
Heute sind wir ja ganz faul. Gerade Strecke, kein
zickzack, kein Kreuzen vor dem Wind, nur geradeaus! Bis Mittags um 13 Uhr fahren
wir die Genua ausgebaumt. Wir gleiten aufrecht, ohne Schaukelei, wie auf
Schienen unserm Ziel entgegen, haken die Leuchttürme ab. Manche sind recht gross
und haben eine Helikopter-Landeplattform. An backbord zieht entfernt das Land
vorbei, Hügelkette nach Hügelkette. Weiterhin keine Menschenseele. Rundherum
Wasser, heute aquamarin, smaragdgrün. Unwirklich. I feel more lost als auf dem Atlantik.
Das Rauschen des Wassers wird nur manchmal unterbrochen
durch schallendes Gelächter. Peter hat den „Hundertjährigen, der aus dem
Fenster…..“ zu fassen.
Gegen 17 Uhr nähern wir uns unserm Nachtliegeplatz, zwei
andere Segler sind schon da. An Land, seit Tagen das erstemal, ein paar Häuser
im Grün versteckt. Wir sind doch nicht allein!
Ist ja auch ganz tröstlich. Und der Sonnenu ntergang ist
auch super.



(extra für Florian!ein
Leuchtturm mit Heliplattform)
Freitag Heute sind wir noch fauler, (wenn das geht), wir fahren 5 Stunden mit
Motor. 8 kn Wind genau von hinten, das ist nichts für unser Boot bei 28t. Zumal der Morgen mit zwei
Hiobsbotschaften beginnt. Die erste: unsere Salzwasserpumpe vom freezer hat in
der Nacht ihren Geist aufgegeben. Hat sich schon seit Tagen mit häufigem
Anspringen und tierischem Geräusch angekündigt. Müssen wir jetzt in Fleisch
schwelgen, einkochen und wegschmeissen wie „Ambika“ nach dem Blitzeinschlag?
Nein, gottlob ist eine Süsswasserpumpe als Ersatz an Bord. Peter kann sie
einbauen. Die alte tut es aber auch nach einer ausgiebigen Reinigung nicht
mehr.
Zweite Hiobsbotschaft: der PC 1 will nicht mehr. Hier ist
leider kein Erfolg beschieden, auch diverse Starts bringen ihn nicht mehr zum
Leben. Unser back-up Ing Jürg kann leider auch nicht helfen.
Ab Mittag können wir dann aber endlich segeln. Nicht
schnell aber ohne Welle, ganz gemütlich. Es geht im Zick-Zack um diverse corals
und um eine Stelle mit 0,1m. In der Bucht, die unser Ankerplatz sein soll, liegt
schon ein Segelboot aus NZ, sie setzen aber Segel als wir ankommen. Und ob ihr
das glaubt oder nicht, sie kommen fast längsseits, um uns zu warnen. Sie waren
an Land mit dem Dingi und haben ein „crocodile of 17 feet on the beach“ gesehen.
Don`t go swimming!!! Wir werden den Teufel tun. Wie lautet der alte australische
Witz: Warum sieht man keine Krokodile? Die Haie haben sie gefressen. Und warum
sieht man keine Haie? Die Krokodile haben sie gefressen.
Und dabei wäre ein Bad jetzt zu und zu schön. Das Wasser
hat 23 Grad, die Sonne den ganzen Tag geschienen…..Es ist richtig warm. Auch
nachts.

Jürg unsere elektronische Seele
hier an Bord und heute von Zürich aus aktiv/die zerlegte Pumpe

Unser Nachbar
heute als wir beim Frühstück waren und der Nachmittag vor Wind
Und wo bleibt das Krokodil?

Nicht das
Alpenglühen sondern heute Abend hinter Cape
Genville