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Orpheus Island,
Position 18:36.00S 146:29.32E
So langsam
arbeiten wir uns nach Norden vor. Wenig bis kein Wind. Vor Airlie Beach sehen
wir einen ganzen Hügel voller Rauch. Darüber steht eine dicke rötliche Wolke und
Rauchfahnen fressen sich über die Kuppe. In der Nähe liegen Häuser. Alles ganz
ohne Hektik und ohne wasserschleppende Helikopter. Wir fragen und bekommen zur
Antwort „on purpose“. Das am Boden liegende Laub und Unterholz wird abgebrannt,
solange es noch nicht allzu trocken ist und sich selbst entzündet. Wir werden
noch verschiedene Kokeleien sehen. Es verwundert uns sehr, wo Australien doch so
besorgt um seine Umwelt ist. Es wäre weder in CH noch D erlaubt, da sind wir uns
sicher.
Kokeln on purpose
Peters Versuch, endlich ein austr-. Telefon zu bekommen
überall gibt es BBQ Möglichkeiten, for free!!!
Bis auf die
schon erwähnte lange Kohlepier sehen wir nix Interessantes. Der Wind weht mit 8
kn von hinten. Das ist zuwenig für uns, also motoren mit 8kn voraus. Dabei hebt
sich der Fahrtwind auf und es ist ziemlich warm.

Was sind das denn für Turnübungen?
Nach
einer Nacht in Shark Bay ist dann Townsville unser nächstes Ziel. Die Stadt ist
benannt nach einem Robert Towns,
der die Gegend für sein Vieh passend fand. Heute ist die Stadt Queensland
nördlichste Grossstadt. Die Einfahrt zur Marina ist in der Karte mit 1.20m
ausgewiesen. Wir haben 1.60 (plus 1m Reserve) unterm Kiel. Der freundliche
Hafenmeister empfängt uns an der Tanke und weist uns einen Platz am nächsten
Schlengel zu. Er nimmt sogar meine Postkarten mit. Wirklich ein netter.
Ein kurzer
Landgang zeigt eine europäisch aussehende Stadt, es gibt Gebäude aus der
Jahrhundertwende und die Seepromende „the Strand“ ist hübsch angelegt.

Townsville mit Hausberg

und „Rotem Baron“, dem Wasserflieger
Heute Morgen ,Sonntag, Frühstück im Cockpit. An die Tanke kommt ein
knallrotes Wasserflugzeug, das man auch mieten kann. Ansonsten gibt es noch
weniger Wind, diesmal ein wenig Fahrtwind. Leisure time. Wir lesen. Peter steckt
noch in den Briefen seines Vorfahren „Henry Williams“, ich lese „Der
Hundertjährige, der aus dem Fenster klettert und verschwindet“. Köstlich. Danach
„Seefunker erinnern sich“ und jetzt bin ich bei Michael Jürgs Buch „Merry
Christmas“ gelandet, das von dem kurzen Frieden über die Schützengräben des 1.
Weltkriegs hinweg an Weihnachten 1914 handelt. Unsere Lektüre ist ein rechtes
Sammelsurium. Macht!s aber spannend.
Kurz nach 15 Uhr
machen wir fest an einer Boie vor Orpheus Island. Nach einem Braten, den der
„Chef“ gerade in den Ofen schiebt, werden wir sicherlich wie in Morpheus Armen
Schlafen
Teatime
und kein Wind
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