30.08.2011 BoraBora, noch kein Palmenblues
Wir ankern vor Vaitape, der „Hauptstadt“. Nachts
hat es geregnet. Die Wege sind aufgeweicht und matschig, Pfützen auf der
Strasse. Wir machen Landgang. Peter möchte seinen Bond von CHF 2000,- zurück
haben, also zur Bank. Dort erzählt ihm der Beamte, er müsse erst zur
Gendarmerie, die Ausklarierung haben (die wir eigentlich schon offiziell von
Papeete haben). Die Gendarmen meinen, die bekommen wir erst einen Tag, bevor wir
wirklich abfahren. Also bestellt Peter das Geld vorsorglich schon mal - er
möchte es in NZ. Dollars- für Freitag. Ich sitze derweil auf der Post in der
Warteschleife, der tabac-Laden hat keine Briefmarken, diesmal ist wirklich die
Post zuständig. Wir gehen noch in einen Perlenladen von Robert Wan. Das ist hier
der „Perlenkönig“ mit 8 verschiedenen Austernfarmen auf teilweise privaten Motus
und er beherrscht das Geschäft seit 40 Jahren. Wahrscheinlich ist der
Marketingbegriff „Tahiti-Perle“ ihm zu verdanken. Er hat auf Bora Bora noch drei
Läden, allerdings in den Nobelhotels. Seine Klunker sind wirklich riesengross.
Das Städtchen ist eigentlich ganz schrecklich. Es
gibt einen Pier, da kommt die Fähre vom Flughafen an, auf einem nördlichen Motu
gelegen. Busse bringen die Gäste dann zu Anlegern von den grossen Hotels.
Ansonsten Sand, ein paar Geschäfte, viele Schmuckläden und Pareos. (immer fast
alle hergestellt in Indonesien), einige Supermärkte. Nichts Besonderes, nichts
Grossartiges. Nur eine echte französische Patisserie mit Kuchen, der im Mund
zergeht.
Wir machen mit dem Dingi noch eine Rundfahrt zum
BoraBoraYachtClub. Dort liegt Ambika, leider sind sie nicht zuhause. Und
„Mango“, ein gelbes Boot, das gehört Peter und seiner Familie. Er ist bei uns
als Leinenhalter zur Probe mit durch den Kanal gefahren. Die beiden Peters
wissen zuerst gar nicht, woher sie sich kennen.
Heute , Dienstag, machen wir eine Inselrundfahrt
mit Elektrofahrrädern! Das ist ein Spass!
Die Inselstrasse hat nur einen einzigen Hügel,
(hätte also nicht nötig getan) aber überall werden die Dinger angeboten. Die
Insel ist nur 30km im Durchmesser und leider überhaupt nicht aufregend. Wieder
ein Traumziel desillusioniert. (Sorry, Walter und Florian) Sondern im Norden,
dort ist es einsamer, liegt viel Müll herum. 8 grosse Hotels haben auf den
Aussenmotus Anlagen, meistens Pfahlbauten im Wasser. Die Anleger an Land sind
grosse Parkplätze für das viele Personal. Dorthin können sich auch die Gäste
hinüber bringen lassen. Aber um 16 Uhr ist Schluss, beklagt sich ein
amerikanisches Ehepaar, das wir getroffen haben. Dann müsse man ein privates
Taxi bezahlen. Wobei es auf dieser Insel auch nix zu besichtigen gibt.2 grosse
Hotelanlagen sind verlassen. Der Süden hat einen ganz hübschen Strand und
wirklich traumhaft hellgrünes Wasser, allerdings fest im Hotelbesitz. Hier ist
es gepflegt. In einem berühmten Restaurant „Bloody Mary`s“ – Bar mit
Celebrities-Namen – trinken wir eine Pina Colada. Die schmeckt wirklich gut. Und
damit sind wir dann auch rum um die Insel.
Also, wer 2 oder 3 Wochen Sonne geniessen, helles,
klares Wasser zum Schnorcheln haben möchte, ansonsten viel Lektüre dabei hat,
der ist gut aufgehoben auf Bora Bora. Es gibt aber schönere
Ecken.Nach
dem Mittagessen verlegen wir erst vor den Yachtclub und dann hinter einen Motu,
Toopua. Dort ist es wirklich schön. Peter zieht gerade mit unserm Dingi zwei
Italiener im Kanu zu ihrem Hotel zurück. Sie waren k.o. Hier bleiben wir
noch.


Der Hauptort Vaitape
Gisela mit Elektrobike


Neben dem Wagen liegt der Opa im
Grab
Strand bei Bloody Marys


Hotelboot am Hafen


Tender von TeApiti am
Hafen
TeApiti of Chriska in Lagune
BoraBora