05.08. Papé ete,
Marina Taina
Wie schön kann
doch eine Marina sein!
Tahiti ist
bergig und Moorea gegenüber auch. Es sieht nett aus und wir können uns gar nicht
vorstellen, dass die Insel ein Atoll ist, aber man muss doch durch ein
Korallenriff. Allerdings gibt es 33 Durchlässe, d.h. die Strömung ist nicht so
stark und hier ist ein ausgetonnter Weg.
Als wir durch
die Passage fahren ist es aber doch wieder ein wenig spannend. Wir biegen rechts
ab, die Marina liegt 4nm weiter südlich. An der Mauer links der Einfahrt steht
„air control call channel 12“. Was soll das? Wir fühlen uns jedenfalls nicht
angesprochen- bis wir gerufen werden, wir hätten uns nicht angemeldet. Es dauert
einen Moment bis wir kapieren. Unser Weg führt parallel des airstrips und
demzufolge muss man sich wohl anmelden und gegebenenfalls einen Moment warten,
falls gerade ein Flieger landet oder startet. Jetzt haben wir verstanden und
melden uns auch ordnungsgemäss ab und bei der Marina an. Dort liegen mal wieder
ein paar Superyachten und ein monsieur ganz in weiss winkt uns auf einen
Platz.
Das ist
Philippe, der Hafenkapitän himself. Es ist gerade lunchtime. Wo um Himmels
willen will der mit uns hin? Um drei Ecken und ganz auf den ersten Platz mit
Backbord längsseits der grossen Pier. Kein Anker, kein Dingi. Wir legen ein
super Anlegemanöver hin, TeApiti steht. Wie sich herausstellt ein guter Platz,
tout le monde muss an uns vorbei, sehen und gesehen werden.
Trotzdem sind
wir nicht ganz soo gut gelaunt, nicht nur müde sondern beim Segeleinrollen hat
Peter vorne wieder eine Latte heraus gesehen. Nicht schon wieder! Offensichtlich
hat sein Patent mit Dyneemaseil durchgedreht und die unterste Latte verdreht.
Wir sind genervt. Merde.
Am Steg gibt es
Wasser und Strom, wenn auch 60 Hertz (keine Waschmaschine)
Erstaunlicherweise geht auf einmal der zweite Kompressor des
Tiefkühlers wieder aber trotzdem spült Peter mit dem Wasserschlauch die
Zuleitung. Es kommt auch wieder Dreck. Dann ist erstmal Nachtessen
dran.
Heute Morgen
Schiff waschen. Anschliessend holen wir das Segel hoch und dann runter. Wir
haben ja schon Übung darin- und diesmal ohne Wackelei. Und es kommt die ganz
grosse Erleichterung: die vermeintliche Segellatte war eine von den alten, die
wir ja im Baum wegen ihrer Länge spazieren fahren. Keine gute Idee, zumal sie
immer schrecklich geklappert haben. Das Segel ist heil, braucht nicht herunter
und das Dyneemaseil wird nochmals mit einer Schraube fixiert, dass es nun
wirklich nicht durchdrehen kann. Wir sind richtig froh. Heute Abend gibt es
Champagner! (Dazu gibt es etwas ganz Profanes: BulettenJ )
Unsere Fahrräder
werden heraus geholt. Ich gehe mit vielen Münzen Wäsche waschen, wobei die
Maschine schon mal eine Portion Münzen „frisst“. Kann man verschmerzen.
Anschliessend fahre ich noch kurz zu Carrefour und hole französisches Baguette
und Käse zum lunch. Jetzt warten wir auf den Tiefkühlfritzen, denn der 2.
Kompressor hat sein Tun wider Erwarten wieder eingestellt. Er kommt erst Montag,
hat er gerade gemeldet.
An derselben
Pier liegt auch „Racket Roller“ mit dem Schotten Kevin, dem ich in Ayora eine
Schramme verpasst habe. Seine Frau war mit den Worten „das ist mir zu viel
Segeln“ ausgestiegen und wir haben ihn
allein in Nuku Hiva wieder getroffen. Dort hat er ein Pärchen mit an Bord
genommen und sie sind direkt hierher gesegelt. Hätte alles prima geklappt,
erzählt er uns. Neben ihnen liegt surprise,surprise „Podorange“. Wir haben
länger seinerzeit neben ihnen in LaRochelle gelegen. Sie waren Begleitboot für
die Minitransat (6m Schiffchen single nach Brasilien) und hatten 2 handicapped
people on bord. Sie waren in Ushaia und jetzt geht es zurück. An LaRochelle
haben wir ja wirklich gute Erinnerungen: allein der Markt und die Beizen, die
Ausflüge ins Bordeaux, das nächtliche Treiben auf den Strassen und die langen
Schlangen vor dem Eisladen mit den 50 Sorten.
Wochenende.











