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Date: 26 Jan 2009 02:06:37
Title: Webdiary

Position: Vor Anker Mono Isl.

Über die Fliege als solche...

Wo Menschen sind, sind auch Fliegen, Ratten und Kakerlaken. Alle asind
bekanntermaßen
auf der Beliebtheitsskala weit abgeschlagen. Ich kann mir nicht vorstellen,
dass es
Menschen gibt, die diese Tiere putzig, süß oder kuschelig finden. Doch es
gibt eine
hochdekierte Persönlichkeit, aber dazu später
Besonders von Fliegen werden wir auf allen Inseln umlagert. Ist wenig Wind,
kommen sie in Heerscharen, bei viel Wind halten sie sich wohl nicht so
gut auf den Beinen und man wird weniger belästigt.
Jeder von uns hat kleinere oder größere Wunden. Auf die haben sie es
blindlings abgesehen. Selbt wenn Pflaster diese bedecken, sitzen sie sich
darauf
und lassen das Pflaster schwarz aussehen. Ich meine sogar, sie stechen
durchs Pflaster.
Aber das kann Einbildung sein.
Im Moment werde ich beim Schreiben von Dutzenden von Fliegen besucht.
Das Gute an Fliegen, sie verschwinden bei Dunkelheit - sind wohl nicht mit
einem Nachtradar ausgesattet, die Dummen! Aber kaum ist das Tageslicht
angebrochen - bei uns um ca 6 Uhr -
sind sie da. Wie japanische Kamikaze-Flieger stürzen sie auf den noch
Schlafenden und reißen ihn aus seinen Träumen. Zudeckcn geht nicht, weil zu
heiß. Nein, sie fliegen nicht von alleine weg. Man kann den Agresssorenr nur
entgehen wenn man in die Zähne beißt
und aufsteht.
Es sol wenige Inseln im Pazifik geben ohne Fliegen. Das sind Inseln wo kein
Fisch gefangen wird. Menschen fangen Fisch und beides lieben wohl die
schwarzen Dünnbeiner. Aber diese Inseln sind langweilig, meist kleine
unbewohnte Motus (kleine Inseln auf dem Riff).
Es gibt allerdings einen Menschen, der Fliegen mag. Das ist der neue
französische
Nobelpreisträger Le Clézio. Er läßt seine Heldin Lala in dem Buch "Wüste"
Fliegen lieben. Ich lese es gerade und denke mir was für ein Spinner will
mich da provozieren (ist ihm geglückt) oder
hat er eine Haßliebe zu Fliegen entwickelt? Egal, das Buch ist
empfehlenswert.
Das Thema Fliegen weckt eine weitere Erinnerung bei mir. Am Ende meiner
Weltumseglung
lag ich imHafen von Larnaka auf Zypern. Ein älterer englische Einhandsegler,
der um Afrika gesegelt war, hielt einen Diavortrag. Danach konnte man
Fragen an den etwas kauzigen Mann stellen. Ich eriinere mich an zwei Fagen
von anderen Seglern:
1. Frage: Was ist deiner Meinung das wichtigste elektrische Instrument an
Bord?
Antwort: Die Reservebatterien für meine Taschenlampe.
2. Frage: John, was ist das Wichtigste überhaupt was man an Bord haben
sollte?
Antwort: Eine Fliegenklatsche.

K. Hy.

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