Am 15.3. haben wir unsere Sachen an Land gebracht. Patterson hat ein fale
freigemacht und wir schlafen jeder unter seinem Moskitonetz. Mein Klappbett,
das ich vor sechs Jahren mitgebracht hatte, ist immer noch hier und ich habe
die erste Nacht seit knapp 5 Monaten in einem "Bett" geschlafen.
Abends sind ein paar junge Männer noch mit den mitgbrachten Batterien
tauchen gegangen und kamen mit sechs Lobstern an.
Mittags, am nächsten Tag, hatte ich wieder drei Lobster bei meinem
Insel-Freund Josph allein für mich zu essen.
Vorher habe ich Schwester Monika unsere Medizin von Bord gebracht und ihr
übersetzt, was was ist. Dabei sah ich ein Blutdruckmessgerät liegen. Ich
fragte sie ob sie auch meinen Blutdruck messen könnte, der in Deutschland
stets zwischen 140 und 160 lag, mit unteren Werten von ca. 90 bis 100. Also
zu hohen Blutdruck. Sie musste zwei Mal messen weil ich dem Ergebnis nicht
traute. Es waren 110 zuu 70!!!
Was lerne ich daraus? Geht auf See, nimmt ein einfaches traditionelles Boot,
verausgabt Euch physisch, lebt einfach und ihr habt den besten Blutdtruck.
Oder: Wo es keine Ärzte gibt, gibt es auch keine Kranken.
Heute bereiten wir bei Hochwasser das Boot vor, um es auf den Strand zu
ziehen. Wir haben alle schweren Sachen von Bord genommen. Morgen findet das
große Fest statt. Vier Häupotlinge, vier Priester, ein Ex-Bischof, der das
Boot segnen wird, und ich sitzen auf Matten unter einem Zeltdach. Umgeben
von fast allen Inselbewohnern. Es wird Reden geben, traditionelle Tänze und
Kindervorführungen.
Na, da bin ich gespannt.
K. Hy.
Lapita Voyage
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