Datum: 11.12.2009
Uhrzeit: 1200 UTC
Kurs: 220 Grad
Geschwindigkeit: 7 SOG
Wind: 24 Knoten
Wellen: 3 Meter
Luftdruck: 1014 hPA
Ankunft in Rodney Bay, St. Lucia,
es ist geschafft! Wir haben in Rodney Bay, St. Lucia angelegt, obwohl uns
das Genuafall still heimlich letzte Nacht verlassen hat! Nun geht unser Toern
und somit auch der Blog zuende. Fuer einige war es Alltag auf See, für andere
ein langer Segelurlaub und für einige ein Abenteuer. Fuer mich war es in
jedem Fall ein Abenteuer von welchem ich mit einer Erfahrung reicher nach Hause
zurueck kommen werde.

(Bild:
Felicita Richtung Ziellinie St. Lucia)

(Bild:
Ankunft in Rodney Bay St. Lucia, wir werden mit Rumpunsch und einer grossen
Flasche Bier empfangen)
Acht Individualisten haben vor knapp drei Wochen ein Reise
angetreten. Jeder aus einem anderen Antrieb heraus und jeder mit
seinen eigenen Vorstellungen und Erwartungen. Wir haben heute die gleiche
Reise beendet, es wird aber acht Geschichten zu erzaehlen geben. Jeder
seine ganz persoenliche. Frei nach Andrè Heller: Die wahren Abenteuer
sind im Kopf.
Es gab auf und ab's auf dem Toern. Bei der Ausrüstung, beim Wetter, bei
der Verpflegung und bei der Stimmung an Bord. Am Ende zaehlt jedoch nur eines:
Wir sind wohlbehalten und guter Dinge in der Karibik angekommen! Das Schiff
schwimmt noch, die Sonne strahlt, es gibt leckere Steaks in St. Lucia und
die Crew spricht noch immer miteinander.
Einige von uns (so wie ich) tauschen nun die schwankende Koje gegen ein
komfortables Bett im Hotel. Wir werden unsere Ankunft gebuerend feiern und den
Luxus eines Hotels in vollen Zuegen geniessen. Da wir befuerchten dass uns
die Landkrankheit erwischt ueberlegen wir die Rettungsweste und den Lifebelt mit
an die Bar zu nehmen. Dort werden wir uns dann sicherheitshalber an der
Barstange einklinken. Joerg hat sich im Ueberstetzungsteil
unseres Marc'o Polo Reisefuehrers schon schlau gemacht über unsere
Bestellung an der Bar: "Le lpein, s.v.p." ("volltanken
bitte")
Andere segeln weiter durch die Karibik. Astrid und Ralf werden
Felicita im Fruehjahr wieder zurueck nach Europa bringen. Ich wuensche Ihnen
dafuer alles Gute und viel Glueck dass Sie auch den Rueckweg wohlbehalten
durchsegeln! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschoen an Astrid und Ralf,
unserem Skipperpaar, dass Ihr uns sicher ueber den grossen Teich gebracht
haben!
Das Wichtigste kommt wie immer zum Schluss:
Last but not Least, moechte ich denen danken und diesen Blog
widmen die mich zu und waeherend dieser Reise ermuntert und
ermutigt haben. Meine beiden Maedels Gerda und Isabella. Gerda hat mich
eigentlich dazu gebracht im Fruehjahr diesen Toern zu buchen. Da ich es schon
lange mal vorhatte, hat Sie mich dann dazu gebracht es dieses
Jahr endgueltig auch durchzuziehen. Danke! Wer Gerda kennt weiss
dass Sie nicht besonders gerne allein Zuhause ist! Auch ein Dank an
meine Tochter Isabella, die sich insgeheim sicherlich viele Sorgen gemacht
hat, ob ich das Ganze eh gut ueberstehe, das Schiff nicht absaeuft, ich von
einem Hai gefressen werde, vom Grossbaum erschlagen oder einem Wal
versenkt. Letzteres waere ja fast gelungen! Es bestand aber nie
wirklich Gefahr. Ich liebe Euch und freue mich auf Zuhause! Weihnachten im
Kreise der geliebten Familie.
Bis in Kuerze,
Ralph