Position : 23:56.00N 27:02.00W
Datum: 27.11.2009
Uhrzeit: 1200 UTC
Kurs: 250 Grad
Geschwindigkeit: 7 SOG
Wind: 17 - 24 Knoten aus 52 Grad
Wellen: 2 - 3 Meter
Luftdruck: 1018 hPA
Die Felicita Crew grüßt wieder,
als Fortsetzung zu Gestern. Der Patient hat die OP überlebt. Die Toilette
funktioniert besser denn je zuvor. Danke an Klaus, Joerg und
Ralf.
Als erstes zu unseren sportlichen Leistungen:
Um einem Flautenloch zu entgehen haben wir gestern unseren Kurs Richtung
Sueden geaendert. Neuer Kurs 250° Grad. Während der Nacht kam der Wind in
unterschiedlichen Stärken zw. 8 und 22 Knoten platt achtern. So mussten wir
einen Großteil der Nacht auf unsere Genau verzichten. Seit heute Früh hat der
Wind auf über 20 Kt aufgefrischt und nördlicher gedreht. Jetzt können wir
Felicita wieder laufen lassen. Mit dem Wind kommen auch die Wellen. So hat
die Duenung auch wieder zugenommen. Gegen 2200 Uhr hatten wir eine
Begegnung mit einer anderen Segelyacht. Diese war am Radar schon sauber aus 6
Meilen Entfernung auszumachen. Mit stehender Peilung hat Sie stur Kurs auf uns
gehalten. Kurz vor Mitternacht hat Sie uns 1/4 Meile VOR unserem Bug passiert.
Eigentlich funken wir aus Interesse alles an was in
unsere Funkreichweite kommt. Aber nicht wenn einer stur Kollisionskurs
während der Nacht auf uns zuhält und dann knapp vorm Bug anstatt Achterlich
passiert. Hätten wir gefunkt wäre unser Funkspruch wohl so ausgefallen: "Hallo
Spinner auf Position xxx this is Felicita, hast Du Tomaten auf den Augen". So
macht man sich jedoch keine Freunde bei der ARC. Also haben wir's gelassen. Wir
sind uebrigen noch immer optimistisch im vorderen Feld unserer Gruppe in Santa
Lucia anzukommen.
Heute ist Wachwechsel. D.h. die Team's rotieren durch. Bisher hatte ich
mit Thomas. Ab heute sieht der Wachplan für die naechsten fuenf Tage wie
folgt aus: Iris und Thomas, Joerg und Klaus, Ralph (ich) und Andi, Ralf und
Astrid (unsere Chef's).
Gestern haben wir versucht unserer Groß das Achterliek-killen
auszutreiben. Bei den Wellen gar kein einfaches Unterfangen. Wir haben uns
dafuer den Groessten unter uns ausgesucht. Andie. Beim Spannen des
Achterlieks hat er sich jedoch so verrenkt, dass er sich einen Rückenmuskel
verrissen hat und heftige Schmerzen ihn mit verzerrtem Gesicht zusammensacken
liessen. Eine helfende Hand war jedoch sofort parat und so hat Astrid Andie mit
einer "Hollaendischen Rückenmassage" die Schmerzen rasch gelindert. Nur
wenig spaeter litt die gesamte Mannschaft an heftigen Rückenschmerzen. Es blieb
jedoch bei einer Massage.
Seit heute Mittag ist das Fischrennen wieder offen. Joerg hat den Kampf
mit einer 60cm Goldmakrele gewonnen.
Fischstand total: Andreas :Joerg / 2:2
Unsere Ralf's tüfteln beständig am Wetter und am Kurs. Naja, am Wettern
können Sie natuerlich nicht tuefteln, aber dafuer am Kurs.
Gestern haben wir unser Bergfest bei 38°00,00' West festgelegt. Dann ist
Halbzeit und es geht Bergab. Wir werden also genau bei Durchschreiten des
38igsten westlichen Breitengrades unseren Champagnerkorken knallen lassen. Ein
paar superschlaue meinten dass wir ja am 38er ein paar mal hin und her krezen
könnten und jedes mal einen Korken krachen lassen. Unser Chef versteht da
jedoch keinen Spass und so wird es wohl bei einer Flasche
bleiben.
Klaus und Andie haben gestern 3 Stunden in der Küche gearbeitet und so
gab es herrliche "Kaesespaetzle" und als Beilage faschierte Laiberl (Für unsere
Westoesterreicher -> das sind "Frikadellen"). Iris hat heute Nacht schon Apfelkuchen gebacken, der binnen weniger
Minuten zum Frühstück verschlungen war.
Soweit die letzten Meldungen der S/Y Felicita samt
Crew.

(Bild:
Alltag auf der Felicita)
Ralph
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Ganz besonders liebe Grüße von Klaus und Andreas an Hanni, Tini und
Marina. (-:
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Hi Flo, Didi und Kathrin,
über Satelittenhandy habe ich mitten auf dem Atlantik von der 1:2
Niederlage gegen Rostock erfahren, ich denke die Stimmung ist nicht die
beste.
Wir grüßen euch und hoffen auf baldige Entspannung.
Ralf und Astrid