14.4.2012/Nachdem ich Despina und die beiden Speck
Sparrow Kids am Flughafen abgeladen habe, brachte mich Donald, der
Taxidriver ins Zentrum von St. Johns, Mittelpunkt des wirtschaftlichen
Geschehens und Hauptstadt von Antigua. Dort musste ich zuerst einmal ein paar
Kaffee's einnehmen, um mich dann zur Ladenöffnungszeit dem Einkaufen zu fröhnen.
Keine Angst, es gab weder Pantoffeln, noch Schuhe etc. sondern schlichtwegs
Bier, Blue Mountain Kaffee (der teuerste der Welt von Jamaika, das ist der
Kaffee, welcher von den Katzen gefressen und danach wieder ausgeschieden wird).
Dieser Kaffee ist speziell und ausserdem saumässig gut, aber echt teuer.
Zusätzlich zum eingekauften musste ich in diversen Shops rumrennen, damit ich
die Eier, Früchte, Gemüseware uvm kaufen konnte. Ich war echt kaputt, als mich
Donald wieder auflas und mich erneut zum Flughafen fuhr.
Jacqueline und Andreas standen schon auf der Seite des
Ausganges und warteten. Die Maschine kam trotz späterem Abflugs (1/2 Stunde)
früher an, als erwartet. He nu, so ist's halt im Leben.
Wir nahmen eine Kleinigkeit ein und fuhren dann gen
English Harbour. Unterwegs mussten die beiden aussteigen, um mir bei einem
weiteren Supermarkteinkauf behilflich zu sein. Vollgepackt mit Plastiksäcken
kamen wir beim Schiff an.
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit chillen,
duschen und relaxen. Meine Wenigkeit konnte an diesem Tag zwei klassische
Schiffe (26m und 30m, Ketch und Schooner) besichtigen. Alles auf's Feinste
poliert und geschrubbt. Wer einen solchen Job als Skipper auf solchen Booten
bekommt, dem geht es gut, dafür aber musste er sich das abverdienen. Ich lerne
auch eine tolle Frau kennen, die mich in ihrem Segelprogramm aufnehmen will. Das
kommt mir gerade richtig, den nach den div. Geschichten und Unannehmlichkeiten
mit der Mola Yachting GmbH, gehen meine Ersparnisse zu Ende und ich muss
eine neue Lösung finden. Noch immer macht mich das sauer, wenn ich an Mola
denke. Ich wurde über den Tisch gezogen, man hat Arbeiten vorgenommen, die als
grobfahrlässige Gefährdung betrachtet werden können usw. Am Abend mussten
wir nur 5 m weit laufen, die Galley Bar hatte draussen einen Barbequegrill
angeschmissen, so kamen wir zu einem leckeren Abendessen.
Welcome to Antigua!
15.4.2012/Das Ausklarieren beim Zoll-, Immigrations- und
beim Hafenmeisterbüro beanspruchte meine Nerven auf dem höchsten Level. Die
ganze Prozedere ging über 1 Stunde. Wer nicht richtig ausfüllte, musste von
vorne beginnen. Wer nicht komplett ausfüllte, wurde als suspekt angesehen und es
wurden Fragen und Fragen gestellt, mit Durchsuchung ist zu rechnen... Wer nicht
über einen genügend englischen Wortschatz verfügt, hat
ausgeschissen.
Nun, endlich gegen 12:00h waren wir soweit, dass wir
ablegen konnten. Die Antigua Sailingweek ist bereits in Vorbereitung, etliche
Schiffe vor allem die grossen klassischen Yachten liegen bereits am Steg. Ein
Schiff nach dem anderen, schön anzusehen. Die Crew dieser Schiffe, deren Eigner
zum Teil unbekannt bleiben, sind ständig am polieren, schrubben, polieren usw.
Draussen herrschen über 25 Knoten Wind, nicht gerade das
Richtige für die beiden Neuankömmlinge. Wir segeln zum Teil mit 8.5 Knoten und
das eingerefft gen Jolly Harbour Bay. Dort legen wir uns vor Anker. Der Wind
kommt in sehr starken Böen und ich konnte diese Nacht nicht so gut schlafen, und
ging anfangs mehrfach raus um zu schauen, ob wir da noch sind, wo wir uns
verankert hatten. Immer wieder gibt es Regengüsse.
16.4.2012/Um 06:00h legen wir ab in Jolly Harbour,
Antigua und segeln flott nach Charlestown, Nevis rüber. Dort können wir uns eine
der zahlreichen Moorings schnappen. Kaum vor Mooring fest, Dinghy raus, Motor
rauf, Benzinkanister mit, Paddel mit, Oesgefäss einpacken und mit allen
Dokumenten und Pässen geht es zum Zoll, dann zum Immigrationsbüro, zur Port
Authority, zurück zum Zoll... die Büros liegen nicht bei einander und so
marschieren Ingrid und meine Wenigkeit die Strecke rauf und runter....
Dazwischen wollte ich noch Geld rauslassen bei ATM. Die benötigen nur 4
Sicherheitszahlen für die Visa und meine hatte 6. Da ich schon 2x in English
Harbour versuchte Geld rauszulassen - jedoch ohne Erfolg - frass mir die
Maschine hier in Charlestown die Karte auf. Rein in die Bank und warten und
warten, bis ich nach langem Prozedere endlich die Visa wieder in Empfang nehmen
konnte.
Danach gings entlang einem schönen Strand zur Sunshine's
Killer Bee Bar, welche auch über WIFI verfügt (wenn's funktioniert). Dort nahmen
wir einen Killer Bee ein (Rumpunch). Der war so lecker und schmeckte eher nach
Früchtepunch. Ich bestellte darauf hin einen zweiten, den ich lieber nicht
bestellt hätte, den der Killer kam durch. Und bereits schon bei der
Dinghyrückfahrt machte der sich mehr als bemerkbar. Ich sprang mit Unterwäsche
von Bord ins Wasser, was ich bisher noch nie tat, den ich bin ja ein
Warmduscher.... Das Kochen ging flott und eine mir gegönnte Raucherpause an Deck
machte mich K.O. Was ich sonst noch von mir gab oder machte, entzieht sich
meiner Kenntnisse...Kommentar Ingrid: Das Essen war trotz KillerBee superlecker,
die Soulmusik perfekt zum Kochen und tanzen und insgesamt war es den Spass
wert.....Aber am Tag danach wurde uns unterstellt wir hätten den Captain
abgefüllt; hey sie hat ihn selber geordert!
Marina + crew