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Date: 19 Apr 2012 13:41:36
Title: Karibiktörn mit Jacqueline und Andreas

14.4.2012/Nachdem ich Despina und die beiden Speck Sparrow Kids am Flughafen abgeladen habe, brachte mich Donald, der Taxidriver ins Zentrum von St. Johns, Mittelpunkt des wirtschaftlichen Geschehens und Hauptstadt von Antigua. Dort musste ich zuerst einmal ein paar Kaffee's einnehmen, um mich dann zur Ladenöffnungszeit dem Einkaufen zu fröhnen. Keine Angst, es gab weder Pantoffeln, noch Schuhe etc. sondern schlichtwegs Bier, Blue Mountain Kaffee (der teuerste der Welt von Jamaika, das ist der Kaffee, welcher von den Katzen gefressen und danach wieder ausgeschieden wird). Dieser Kaffee ist speziell und ausserdem saumässig gut, aber echt teuer. Zusätzlich zum eingekauften musste ich in diversen Shops rumrennen, damit ich die Eier, Früchte, Gemüseware uvm kaufen konnte. Ich war echt kaputt, als mich Donald wieder auflas und mich erneut zum Flughafen fuhr.
 
Jacqueline und Andreas standen schon auf der Seite des Ausganges und warteten. Die Maschine kam trotz späterem Abflugs (1/2 Stunde) früher an, als erwartet. He nu, so ist's halt im Leben.
 
Wir nahmen eine Kleinigkeit ein und fuhren dann gen English Harbour. Unterwegs mussten die beiden aussteigen, um mir bei einem weiteren Supermarkteinkauf behilflich zu sein. Vollgepackt mit Plastiksäcken kamen wir beim Schiff an.
 
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit chillen, duschen und relaxen. Meine Wenigkeit konnte an diesem Tag zwei klassische Schiffe (26m und 30m, Ketch und Schooner) besichtigen. Alles auf's Feinste poliert und geschrubbt. Wer einen solchen Job als Skipper auf solchen Booten bekommt, dem geht es gut, dafür aber musste er sich das abverdienen. Ich lerne auch eine tolle Frau kennen, die mich in ihrem Segelprogramm aufnehmen will. Das kommt mir gerade richtig, den nach den div. Geschichten und Unannehmlichkeiten mit der Mola Yachting GmbH, gehen meine Ersparnisse zu Ende und ich muss eine neue Lösung finden. Noch immer macht mich das sauer, wenn ich an Mola denke. Ich wurde über den Tisch gezogen, man hat Arbeiten vorgenommen, die als grobfahrlässige Gefährdung betrachtet werden können usw. Am Abend mussten wir nur 5 m weit laufen, die Galley Bar hatte draussen einen Barbequegrill angeschmissen, so kamen wir zu einem leckeren Abendessen.
 
Welcome to Antigua!
 
15.4.2012/Das Ausklarieren beim Zoll-, Immigrations- und beim Hafenmeisterbüro beanspruchte meine Nerven auf dem höchsten Level. Die ganze Prozedere ging über 1 Stunde. Wer nicht richtig ausfüllte, musste von vorne beginnen. Wer nicht komplett ausfüllte, wurde als suspekt angesehen und es wurden Fragen und Fragen gestellt, mit Durchsuchung ist zu rechnen... Wer nicht über einen genügend englischen Wortschatz verfügt, hat ausgeschissen.
 
Nun, endlich gegen 12:00h waren wir soweit, dass wir ablegen konnten. Die Antigua Sailingweek ist bereits in Vorbereitung, etliche Schiffe vor allem die grossen klassischen Yachten liegen bereits am Steg. Ein Schiff nach dem anderen, schön anzusehen. Die Crew dieser Schiffe, deren Eigner zum Teil unbekannt bleiben, sind ständig am polieren, schrubben, polieren usw.
 
Draussen herrschen über 25 Knoten Wind, nicht gerade das Richtige für die beiden Neuankömmlinge. Wir segeln zum Teil mit 8.5 Knoten und das eingerefft gen Jolly Harbour Bay. Dort legen wir uns vor Anker. Der Wind kommt in sehr starken Böen und ich konnte diese Nacht nicht so gut schlafen, und ging anfangs mehrfach raus um zu schauen, ob wir da noch sind, wo wir uns verankert hatten.  Immer wieder gibt es Regengüsse.
Jacqueline geniesst English Harbour
... auch Andreas
Speck Sparrow mit Jack
herrvorragende Küche in St. Kitts
Blick von Nevis auf St. Kitts
 
16.4.2012/Um 06:00h legen wir ab in Jolly Harbour, Antigua und segeln flott nach Charlestown, Nevis rüber. Dort können wir uns eine der zahlreichen Moorings schnappen. Kaum vor Mooring fest, Dinghy raus, Motor rauf, Benzinkanister mit, Paddel mit, Oesgefäss einpacken und mit allen Dokumenten und Pässen geht es zum Zoll, dann zum Immigrationsbüro, zur Port Authority, zurück zum Zoll... die Büros liegen nicht bei einander und so marschieren Ingrid und meine Wenigkeit die Strecke rauf und runter.... Dazwischen wollte ich noch Geld rauslassen bei ATM. Die benötigen nur 4 Sicherheitszahlen für die Visa und meine hatte 6. Da ich schon 2x in English Harbour versuchte Geld rauszulassen - jedoch ohne Erfolg - frass mir die Maschine hier in Charlestown die Karte auf. Rein in die Bank und warten und warten, bis ich nach langem Prozedere endlich die Visa wieder in Empfang nehmen konnte.
 
Danach gings entlang einem schönen Strand zur Sunshine's Killer Bee Bar, welche auch über WIFI verfügt (wenn's funktioniert). Dort nahmen wir einen Killer Bee ein (Rumpunch). Der war so lecker und schmeckte eher nach Früchtepunch. Ich bestellte darauf hin einen zweiten, den ich lieber nicht bestellt hätte, den der Killer kam durch. Und bereits schon bei der Dinghyrückfahrt machte der sich mehr als bemerkbar. Ich sprang mit Unterwäsche von Bord ins Wasser, was ich bisher noch nie tat, den ich bin ja ein Warmduscher.... Das Kochen ging flott und eine mir gegönnte Raucherpause an Deck machte mich K.O. Was ich sonst noch von mir gab oder machte, entzieht sich meiner Kenntnisse...Kommentar Ingrid: Das Essen war trotz KillerBee superlecker, die Soulmusik perfekt zum Kochen und tanzen und insgesamt war es den Spass wert.....Aber am Tag danach  wurde uns unterstellt wir hätten den Captain abgefüllt; hey sie hat ihn selber geordert!
 
Marina + crew
 
 
 
 

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