16.1.12:
Nach Mustique und dem obligatorischen Besuch in Basil's
Bar legten wir vor Anker ab und segelten die rund 20 sm in die Tobago Keys. Die
Einfahrt zu der Ankerstelle geht durch verschiedene Riffs und müssen exact
gefahren werden. Bereits andere Segelboot, vornehmlich die riesen Katamarans
haben hier den Anker schon gesetzt, und wir schleusen uns zwischen ihnen durch,
um auch einen noch guten Ankerplatz zu haben.
Das Wasser ist türkisfarbig, warm, jedoch hat es hier
auch einen enormen Strömungsdruck. Die Wassertiefe beträgt bei unserem
Ankerplatz rund 4.5 m und wir stecken reichlich Kette, um uns
anschliessend
rückwärts setzen zu lassen, dann wieder etwas Kette
reinnehmen. Die Kette ist straff und wir beobachten, ob dieser auch
hält.
Am Abend gings auf die kleine gegenüberliegende Insel,
wo wir frischen Hummer mit Gemüse und gegrillten Bananen bekommen. Getränke und
Besteck muss selber mitgebracht werden. Die Hummer unterliegen auch hier einer
Fangquote mit Auflage, dass die eine bestimmte Grösse haben müssen. Und diese
sind ziemlich gross. Wir erhalten pro Nase einen ganzen Hummer, was zwar
verspiesen wird, aber zuviel ist. Nächstes Mal werde ich mir das in Erinnerung
rufen und nur eine halbe Portion bestellen. Die Einheimischen, welche das grand
Buffet hier organisieren, stammen von der Nachbarinsel Union Island und fahren
dann, wenn alles zu Bett liegt, im Dunkeln durch die Riffs rüber zu Ihren
Dörfern.
Ab 22:00h erfolgt draussen ein Wind mit rund 20 Knoten
genau von vorne und wir spüren einen erheblichen Druck auf das Schiff. Im
Gegensatz zu unserem Katamaran-Nachbar, hält der Anker. Wir kontrollieren dies
jedoch mehrfach in der Nacht. Einmal nicht aufgepasst, und schon würde das
Schiff irgendwo auf dem Riff liegen. Einige Chartergesellschaften verbieten das
Ankern hier.
Der Tag war unvergesslich schön, die Lage der Keys noch
schöner.
VIA CON ME und Crew