Position: 16:48.57S 150:59.71W Doch das Paradies
gefunden?
Auf dem Weg zum Dingi-Dock sagen wir noch schnell
„Ambika“ hallo, aber wir haben es geahnt, sie wollen heute weiter. Nach
Raiatea.
Ab 9 Uhr am Samstag haben wir ein Auto und machen
die obligatorische Inselrundfahrt. Die Insel Huahine ist weniger hoch, hat dafür
aber viele Lagunen, so dass man das Gefühl hat, überall sei Wasser und es gibt
viele lauschige Ankerplätze. Nicht
ganz so edel, sauber und aufgeräumt wie Moorea, aber doch nett. Ein einziges 5
Sternehotel – das Te Tiare Beach Resort-
gibt es auf der Insel, es führt keine Strasse dahin, wir haben es
versucht. Die Insulaner wollen auch nicht mehr als ein Luxushotel.
Sympathisch.
Es wird Gemüse angebaut, Hauptexportgut sind
Ananas und Vanille. Es gibt unendlich viele Marae (Kultstätten), diesmal relativ hoch
gebaut mit grossen Steinen und direkt am Wasser. Schon
beeindruckend.
Es gibt eine Nordinsel (Nui/ gross ) und eine
Südinsel (Iti klein) An der Ostküste in einem Lagoon hat sich eine Perlenfarm
und Töpferei angesiedelt. Ein Wassertaxi mit Ausleger bringt uns zu dem Haus,
das mitten im Wasser auf Stelzen steht. Es ist mit Palmenwedel gedeckt, die
Wände mit Muschelschalen verziert und die ganze Hütte ist nett gestaltet. Man
kann sowohl die Töpferware als auch Perlen erstehen., was eifrig gemacht wird.
Sie haben Schautafeln und Erklärungen in mehreren Sprachen. Der Besitzer ist aus
Amerika, seine Frau von hier. Das Haus auf Stelzen wegen der Mücken. Sie
erklären auch die Perlenzucht und haben interessanterweise eine Auster zu
Demozwecken geöffnet, so dass wir erkennen können, wohin das Implantat kommt. Es
ist übrigens die Vagina der Muschel.
Sehenswert sind noch alte fish-traps, wenn auch
die meisten etwas zerfallen sind. Das sind v-förmige Steinwälle im Wasser der
Lagune. Das abfliessende Wasser treibt die Fische hinein, sie können nicht mehr
heraus und werden gefangen.
Ganz an der Südspitze von Huahine haben wir lunch
direkt am Strand. Mit Blick auf das Riff und die schäumenden sich brechenden
Wellen. Paradiesisch. Nach uns macht der Koch seine Hütte dicht und wir
unterhalten uns darüber, dass hier ein go slow herrscht und die Leute fröhlich
und nett sind.
Gegen 16 Uhr sind wir zurück und beide Tankstellen
haben schon zu. Nix mehr mit refill.
Wieder an Bord kommt ein Dingi angebraust, er
hätte uns schon in Moorea gesehen, er heisst „Ding“ von „Chiquita“. Peter fragt
ihn gleich, ob er Mechaniker sei? Nein, aber sein Freund von dem Schiff
dahinten. Sie treffen sich gerade zum sundowner an Land.
Heute Morgen kommt „Glen“ von der „Northern Rose“
vorbei. Wir haben Probleme mit dem Strom. Normalerweise füllt der Motor unsere
Batterien sehr schnell, aber jetzt nicht. Also ist irgendetwas nicht in Ordnung.
Philipp empfiehlt erstmal alle Batteriekabel abzunehmen und die Kontakte am
Motor zu säubern, sie sähen nicht sehr geputzt aus. Das macht Peter gerade als Glen eintrudelt. Er
findet dann noch eine Sicherung vor einem Relais, die defekt ist- und das
Problem ist behoben!!! Wieder mal aufatmen.
Gegen Mittag verlassen wir unsern
Ankerplatz vor Fare und gehen 8nm nach Süden, in eine Bucht, die wir gestern
Mittag gesehen haben. Wir ankern vor dem Restaurant Mauarii, es soll das beste
auf der Insel sein. Das „kleine Schwarze“ ist angesagt. J




